Kapitel 1: Deal
Bella POV
„Kannst du mich hören, Bells?“ Die Stimme meines Partner drang in mein Ohr und automatisch ließ ich meinen Blick durch die Gegend wandern, bevor ich ihm antwortete.
„Klar und deutlich.“
Ein Blick auf meine Uhr verriet mir, dass uns noch genau eine halbe Stunde blieb, bis unsere Zielperson auftauchen würde.
In einer halben Stunde konnte viel passieren und es war immer noch höchste Vorsicht geboten, denn wir befanden uns gerade mitten in der Höhle des Löwen.
Ich befand mich direkt in einer Gasse in der schlimmsten Gegend von New York, nicht weit entfernt von mir versammelten sich die Drogendealer der Stadt und gingen ihren Geschäften nach, doch für mich war es nicht beängstigend – ganz im Gegenteil sogar.
Es war mein Job und ich liebte das Adrenalin, welches immer wieder durch meinen Körper schoss, wenn wir bei einem Fall kurz vor dem Ende standen.
Ein Ende, welches für uns bis jetzt immer gut ausgegangen war, doch mir war auch bewusst, dass ich mich sehr oft in Lebensgefahr begab, denn diese Menschen nahmen keine Rücksicht und kannten nicht einmal das Wort Gnade.
Der Regen, welcher in Strömen von den Dächern heruntertropfte nahm ich kaum war und es war mir auch egal, dass ich bereits jetzt vollkommen durchnässt war, denn meine Gedanken waren woanders.
Wie immer war ich zu einhundert Prozent auf meinen Fall konzentriert.
Wochenlang hatten wir ihn beschattet, hatten alles über ihn herausgefunden und heute wäre endlich der Tag, an dem wir ihn festnehmen würden und wenn mein Boss Recht hatte, dann würde dieser Mann uns noch ziemlich nützlich sein.
„Sogar von der anderen Straßenseite kann ich deinen grüblerischen Blick sehen.“ Ich hörte das Grinsen in Emmetts Stimme und verdrehte lächelnd die Augen.
„Ich gehe nur noch einmal den Plan in meinem Kopf durch“, erklärte ich ihm und atmete einmal tief durch.
Wenn ich mir nur einen einzigen Fehler leistete, konnte das schnell nach hinten losgehen und das wollte ich um jeden Preis verhindern.
„Halten Sie sich an den Plan, Swan“, hörte ich die Stimme meines Bosses sagen und ich seufzte leise. Mir war bewusst, dass er es gehört haben musste, aber das war jetzt nebensächlich.
„Ich kenne den Plan und werde keinen Unsinn anstellen“, versicherte ich ihm und mein Blick schnellte zur Straßenecke, als ich einen Schatten erblickte.
„Er ist da“, hörte ich Emmett murmeln und ich fluchte leise.
Natürlich war er überpünktlich.
Dieser Kerl war immer für eine Überraschung gut, aber ich würde das schon hinbekommen.
Er hielt sich verdeckt, zeigte sich nicht sofort, aber etwas anderes hätte ich auch nicht von ihm erwartet.
Ich hatte ihn schon oft auf zahlreichen Bildern gesehen, ich wusste, wie dieser Mann aussah und würde ihn auch überall wieder erkennen.
Meine Schritte führten mich in seine Richtung. Stehen bleiben wäre zu riskant gewesen, also versuchte ich den Frontalangriff.
Eine schwarze Katze huschte fauchend an mir vorbei und jagte mir für einen kurzen Moment einen Schrecken ein.
Dieser Fall war der größte in meiner bisherigen Laufbahn als FBI-Agentin und ich durfte ihn nicht vermasseln.
Es hing viel davon ab, dass Cullen sich uns anschließen würde, denn er besaß die nötigen Informationen, das gesamte Hintergrundwissen und er kannte die richtigen Leute.
Zudem hatten wir herausgefunden, dass er bereits mit Witherdale in Kontakt gestanden hatte.
James Witherdale war die Nummer Eins der meistgesuchten Verbrecher der Vereinigten Staaten.
Viele Agenten hatten sich an ihm schon die Zähne ausgebissen und einige hatten sogar ihr Leben gelassen.
Mit ihm war eindeutig nicht zu spaßen, aber mein Boss hatte wohl einen Weg gefunden, wie wir an ihn herankommen könnten, doch dafür benötigten wir Cullen und es war meine Aufgabe ihn davon zu überzeugen.
Das Wetter schien es noch immer nicht gut zu meinen und wenn ich mich nicht irrte, verstärkte sich der Regen nur noch und peitschte mir ins Gesicht, doch ich ließ mich davon nicht aus der Ruhe bringen.
Ich war ein Profi und würde diesen Auftrag ausführen, koste es was es wolle.
„Cullen!“, sagte ich mit fester Stimme, als ich nur noch wenige Meter von ihm entfernt war.
Lässig lehnte er an einer Wand in der Nähe einer Feuerleiter, die ein wenig vor dem Regen geschützt war.
In seiner linken Hand hielt er eine Zigarette, an der er genüsslich zog.
Nur seine Augen wanderten in meine Richtung.
Misstrauisch zog sich seine Augenbraue in die Höhe und mir entging nicht der Blick, mit dem er mich wenige Sekunden später aufmerksam von oben bis unten musterte.
„Was willst du hier, Püppchen? Du hast hier nichts verloren“, entgegnete er und sein Blick verfinsterte sich, als ich einen Schritt auf ihn zuging.
Möglichst unauffällig versuchte ich seine Bewegungen zu analysieren.
Auch wenn ich auf den ersten Blick keine Pistole erkennen konnte wusste ich doch, dass er auf jeden Fall eine bei sich hatte.
Niemand würde sich in diese Gegend trauen, ohne nicht irgendeine Waffe bei sich zu tragen.
Mein ganzer Körper spannte sich an, als er sich mit dem Fuß von der Wand abstieß und einige Schritte in meine Richtung bewegte.
Ich scannte jede einzelne Bewegung die er machte und bereitete mich auf einen Angriff vor, falls dies nötig sein würde.
„Ich habe dir verdammt noch mal eine Frage gestellt und ich kann es gar nicht ausstehen, wenn man mir nicht antwortet und mich einfach nur dümmlich anglotzt. Also… Was.willst.du.hier?“ Seine Stimme hatte etwas Bedrohliches und seine smaragdgrünen Augen funkelten mich wütend an.
Dieser Mann war gefährlich, dass stand vollkommen außer Frage, doch ich hatte keine Angst vor ihm.
„Du weißt ganz genau warum ich hier bin“, entgegnete ich bissig und ließ es zu, dass er noch ein paar Schritte näher kam, bis er direkt vor mir stand.
„Ach, weiß ich das?“
Er zog noch ein weiteres Mal an seiner Zigarette, pustete den Rauch in meine Richtung und ließ mich keinen einzigen Moment aus den Augen, genauso wenig wie ich es tat.
Man merkte sofort, dass er kein Amateur war.
Er wusste, was er tat und er brachte alles zu Ende.
„Hör zu, Baby. Ich habe keine Lust und vor allem auch keine Zeit für irgendwelche Spielchen, also raus mit der Sprache. Bist du eine von Tylers Nutten? Wenn ja, dann sollte man dir schnellstens dein vorlautes Mundwerk stopfen, denn es gefällt mir gar nicht, wie du mit mir sprichst.“
Sein Gesicht war nur wenige Zentimeter von meinem entfernt, doch ich rührte mich nicht vom Fleck.
Hätte er unter anderen Umständen diese Worte zu mir gesagt, hätte ich ihn auf der Stelle verprügelt, doch ich musste dieses Spielchen mitspielen.
„Ich bin keine Nutte“, entgegnete ich barsch und betonte das letzte Wort besonders, was ihm ein süffisantes Grinsen ins Gesicht zauberte.
„Alec schickt mich.“
Wieder zog sich eine seiner Augenbrauen in die Höhe und ich konnte sehen, wie ihm ein Licht aufging.
„Soso… Und ich dachte, du wärst ein Kerl“, hörte ich ihn sagen und ich unterdrückte ein Schnauben.
Reichte es denn nicht, dass einen die Leute als Agentin unterschätzten?
Nein, anscheinend war es hier in diesem Milieu genauso.
Entweder man war eine Nutte oder nichts wert.
„Wie du sehen kannst bin ich das nicht.“
„Also… Wenn ich das richtig verstanden habe, willst DU Kokain bei mir kaufen? Du..?“ Wieder wanderte sein Blick an mir auf und ab.
Er schien es mir zum verrecken nicht abkaufen zu wollen, dass ich diese Drogen ‚brauchte’.
Wir mussten ihn nur auf frischer Tat ertappen, damit wir einen Grund hatten ihn zu verhaften.
„Ist das so ungewöhnlich?“
„Solche Frauen wie du kommen normalerweise nicht bei mir vorbei“, erklärte er mir schulterzuckend und schnipste die Zigarette mit seinem Zeigefinger direkt in eine Pfütze, die sofort mit einem Zischen in dem Regenwasser unterging.
„Nun ja.. Zumindest nicht aus diesen Gründen.“ Ein Grinsen zeigte sich auf seinen Lippen und ich widerstand dem Drang meine Augen zu verdrehen.
„Dieser Mistkerl hat mir einfach verschwiegen, dass so eine heiße Frau ein wenig Stoff bei mir kaufen will. Der kann was erleben“, sagte er mehr zu sich selbst, als zu mir.
„Hast du jetzt endlich das Zeug für mich?“, fragte ich und bewegte mich unruhig von einer Stelle zur anderen.
Ich musste ungeduldig wirken, denn für ihn musste es so aussehen, als hinge mein Leben von diesem Teufelszeug ab.
„Baby, du kannst MIR nicht erzählen, dass du jemals in deinem Leben Kokain genommen hast. Du hast wahrscheinlich noch nicht einmal Gras geraucht und willst dir dieses Zeug reinziehen? Eine Nase davon und du wirst umfallen, also verkauf mich nicht für blöd!“, entgegnete er und schüttelte ungläubig den Kopf.
„Was weißt du denn schon, was ich brauche und was nicht? Jetzt gib mir schon endlich dieses Zeug, oder…“ Ich kam erst gar nicht dazu weiter zu sprechen.
Bevor ich dazu kam, nach meiner Waffe zu greifen, hatte er mich schon an die Wand gedrückt, seine linke Hand hielt mich fest, sein Körper war an meinen gepresst und aus den Augenwinkeln sah ich die Waffe, die er mir an die Schläfe hielt.
Wie zum Teufel hatte das dieser Kerl angestellt?
Er war besser als ich dachte.
„Wir sind hier nicht auf einem Kindergeburtstag, also überleg dir verdammt noch mal gut WAS du sagst oder du hast schneller eine Kugel im Kopf als dir lieb ist.“
Seine grünen Augen bohrten sich in meine und man konnte regelrecht spüren, dass dieser Mann mir nicht vertraute und er hatte ja auch allen Grund dazu.
„Okay.. okay“, gab ich mit zusammengebissenen Zähnen zurück und versuchte unbemerkt an meine Waffe zu kommen, die unter meinem Rock versteckt war, doch das stellte sich als ziemlich schwierig heraus, denn Cullen ließ nicht locker.
„Gut. Ich hoffe du lernst schnell, sonst kann ich dir gleich sagen, dass dieser Abend für dich nicht gut enden wird.“ Er verstaute die Waffe im Bund seiner Jeans und ließ mich unsanft wieder los.
Ich verkniff mir jeden weiteren Kommentar und rieb mit einer Hand über meinen Arm, während ich ihn einen funkelnden Blick zuwarf.
„Du hast zwar eine große Klappe, aber dein Temperament gefällt mir“, bemerkte er und trug wieder dieses arrogante Grinsen auf den Lippen.
Anscheinend litt er unter Stimmungsschwankungen, aber ich ging nicht auf seine Bemerkung ein und konzentrierte mich aufs Wesentliche.
„Das Koks“, sagte ich wieder und entfernte mich ein Stück von der Wand.
Nicht das er noch einmal auf die Idee kam, mich dort festzuhalten.
„Wir haben ihn gleich soweit“, hörte ich Emmett leise in meinem Ohr murmeln und ich unterdrückte ein Schnauben.
Wenn er glaubte, dass ganze wäre in einer Minute gegessen, dann hatte sich mein Partner aber gehörig geschnitten.
„Erst die Kohle“, erwiderte er und beobachtete jeden Handgriff, den ich machte.
Ich öffnete langsam meine Jacke und griff nach dem Briefumschlag, in dem wir das ganze Geld verstaut hatten.
Es war echtes Geld, denn ich war mir verdammt noch mal sicher, dass dieser Typ sofort erkennen würde, wenn wir ihm Falschgeld andrehen wollten und dieses Risiko wollte ich nicht eingehen.
Ich streckte meine Hand aus und reichte ihm den Briefumschlag, welchen er sofort an sich nahm und einen Blick hineinwarf.
„Ich hoffe für dich, dass die Summe stimmt“, sagte er mit einem Blick auf mich gerichtet und ich verdrehte die Augen.
„Nun, vielleicht habe ich in deinen Augen eine große Klappe, aber wenn ich Geschäfte mache, dann richtig.“
Seine Mundwinkel hoben sich zu einem Grinsen und er verstaute den Umschlag sicher im Inneren seiner Lederjacke.
„Bekomme ich jetzt endlich das, wofür ich bezahlt habe?“, wollte ich von ihm wissen und er holte ein kleines, abgeschnürtes, weißes Päckchen aus seiner Lederjacke und warf es mir zu.
„Ich würde dir raten, nicht zu viel von dem Zeugs zu nehmen, wenn dir dein Leben lieb ist“, murmelte er und musterte mich noch einmal.
„Zugriff“, hörte ich den Befehl meines Bosses in meinem Ohr.
Alle meine Sinne waren angespannt, während ich langsam das Päckchen in meiner Hand in meiner Jackentasche verstaute.
Cullen beobachtete immer noch jede Bewegung von mir und ich musste schnell sein, wenn ich ihn überwältigen wollte.
Für mich alleine würde es sicherlich schwierig werden, aber dennoch nicht unmöglich.
Einen Moment lang blieben wir einfach an Ort und Stelle stehen und sahen uns an.
Keiner von uns rührte sich auch nur einen Zentimeter vom Fleck, bis ich schließlich blitzschnell nach der Waffe unter meinem Rock griff, doch als ich mit meiner Waffe direkt auf ihn zielte merkte ich, dass er dasselbe tat und ich ebenfalls eine Pistole direkt vor der Nase hatte.
„FBI! Waffe weg!“, rief ich ihm entgegen und er funkelte mich wütend an.
„Ich wusste doch gleich, dass mit dir etwas nicht in Ordnung ist. Du bist also ein Bulle“, stellte er fest und schüttelte ungläubig den Kopf.
„DIE WAFFE RUNTER!“, warnte ich ihn und ging einen Schritt auf ihn zu, die Pistole direkt auf seine Stirn gerichtet.
„Du siehst gar nicht aus wie ein Bulle… Was wollt ihr von mir?“, fragte er mich und dachte nicht einmal daran, die Pistole wegzuwerfen.
„FUCK!…“, hörte ich Emmett so laut fluchen, dass ich zusammenzuckte und die Augen für einen kurzen Moment zusammenkniff.
Was musste dieser Idiot auch so laut brüllen?
„Leute. Ich habe hier ein Problem…!“
„Das war eine Falle…“ Anscheinend steckten auch Emmett und mein Boss in der Falle..
Ganz große Klasse.
Cullen schien nur auf solch einen Moment gewartet zu haben, denn wenige Sekunden später war ich entwaffnet, wurde gegen die Wand gedrückt und war bewegungsunfähig.
„Denkst du wirklich, ich tauche hier alleine auf?“, flüsterte er mir ins Ohr und tippte mit seiner Waffe gegen meine Schläfe.
„Deine Freunde sind gerade bestimmt mit wichtigeren Dingen beschäftigt, als sich um dich zu kümmern“, murmelte er und drehte mich mit einer schnellen Bewegung um.
Er entfernte meine gesamte Ausrüstung und zerstörte den Ohrstöpsel, in dem er diesen in eine Pfütze warf.
Anscheinend hatte er so etwas schon einmal getan…
„Was willst du?“, fragte er mich, die Waffe noch immer auf mich gerichtet.
Er war eindeutig wütend, dass sah man ihm an und ich beschloss, einfach mit der Wahrheit heraus zu rücken.
„Einen Deal“, antwortete ich und versuchte mich gegen seinen Griff zu wehren, was jedoch nur zur Folge hatte, dass er mich noch fester hielt.
„Was für einen verdammten Deal will das FBI mit mir machen? Du willst mich doch verarschen!“
„Will ich nicht“, antwortete ich ihm, denn das war ja auch die Wahrheit.
Die Wahrheit war, dass wir ihn brauchten, um diesen Fall abzuschließen.
„Raus mit der Sprache.“ Er sah sich in der Gasse um und schleppte mich einige Meter entfernt von der Straße weg.
„Sonst war das hier der letzte Fall, an dem du arbeiten durftest und glaub mir, du wirst hier nicht wieder lebend herauskommen und ihr werdet mich auch nicht kriegen“, warnte er mich.
„Was hältst du davon, wenn deine Akte sauber wird? Und damit meine ich wirklich sauber. Keine Vorstrafen.. nichts…“, schlug ich ihm vor und er lachte, als hätte ich gerade den Witz des Jahrhunderts gerissen.
Nachdem er sich wieder einigermaßen beruhigt hatte, wurde es still.
Das einzige Geräusch was jetzt noch zu hören war, waren einige Wassertropfen, die von einer Regenrinne herabtropften.
„Klar… Und was wollt ihr als Gegenleistung dafür?“
Ich öffnete gerade meinen Mund, um ihm zu antworten, doch ein ohrenbetäubender Schuss ließ mich zusammenzucken.
Cullen drehte sich ruckartig in die Richtung, aus der dieser Schuss abgefeuert wurde.
Für meine Ohren hatte es sich so angehört, als ob es von der Straße, nicht weit entfernt von hier war und ich wusste, dass Emmett sich dort aufhielt.
Ich schaffte es, Cullen die Waffe aus der Hand zuschlagen und verpasste ihm einen Schlag auf die Nase, welches mir ein wenig Freiraum verschaffte.
Er fluchte laut und ich sah mich in der Zwischenzeit hektisch suchend nach seiner Pistole um.
In der Dunkelheit war es nicht gerade leicht, diese zu erkennen, aber wenige Sekunden später entdeckte ich sie einige Meter von uns entfernt.
„Oh, das kannst du vergessen“, hörte ich seine Stimme direkt hinter mir sagen, als ich einen Satz in die Richtung der Waffe machte.
Er schnappte sich meinen Arm und zerrte mich von der Pistole weg.
Wahrscheinlich hatte er nicht damit gerechnet, dass ich mich so gut wehren konnte, aber lange würde ich das gegen ihn auch nicht mehr durchhalten.
Ich schaffte es ein weiteres Mal, ihn von mir wegzustoßen, doch leider landete er dabei in der Nähe der Pistole und ehe ich mich versah, war er wieder bewaffnet.
Es gab mehrere Möglichkeiten, die ich jetzt hätte tun können, aber ich entschied mich erst einmal für den sicheren Weg, um mir so ein paar Minuten Zeit zum Nachdenken zu geben, obwohl ich nicht glaubte, dass dieser Mann so schnell aufgab.
So schnell es mir möglich war, rappelte ich mich auf und rannte los.
Irgendwo musste meine Waffe noch sein, doch ich konnte schon hören, wie er hinter mir her rannte.
Es waren nur wenige Schritte, die uns voneinander trennten.
Wenn Cullen kein Verbrecher wäre, würde er den perfekten FBI Agenten abgeben, soviel stand fest.
Ich sah, wie etwas Silbernes in einer Ecke der Gasse reflektiert wurde und vermutete, dass es sich dabei um meine Pistole handelte.
Ehe ich jedoch auch nur einen Schritt weiter kam, spürte ich seine Hand, die sich um mein Handgelenk schloss und wenige Sekunden später einen Schlag an meiner Schläfe.
Das letzte was ich sah, bevor ich das Bewusstsein verlor war sein Körper der sich über mich beugte.
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